Wann und wie sollen die Bienen mit Feedbee® gefüttert werden?
- Anfang Frühling, vor dem das Volk sich trennt und die Königin anfängt zu stiften, bei durchschnittlicher Außentemperatur kann man Ende Februar mit der Fütterung beginnen. Kann sein, dass es draußen noch kalt ist, trotzdem kann die Fütterung begonnen werden. Vor der massenhaften Blütenpollen Tracht sollte man schon 6-8 Wochen lang füttern. Unabhängig von der Fütterungsmethode ist der Feedbee® Bedarf in Frühling 1-1.5 kg pro Bienenstock.
- In der Sommerzeit, bei Hitze, wenn die eingetragene Blütenpollenmenge erheblich sinkt, und ihre Qualität wegen eventueller Einseitigkeit nachgibt, oder wenn die Brut der Königin, die Entwicklung des Stockes plötzlich ausbleibt. Sowie bei Jungvolk Produktion, wenn es zu diesem Zeitpunkt keine Arbeitsbienen gibt, oder auch bei Königin Züchtung ist eine Fütterung mit Feedbee® in Form von Futterteig empfohlen.
- Ende des Sommers Anfang Herbst, von Juli bis September, wenn die natürliche Blütenpollen Menge sinkt, wenn man das Volk beginnt auf den Winter vorzubereiten, schon bei Nachtfrost ist auch die Fütterung mit Feedbee® empfohlen, so dass die Größe des Volkes erhalten bleibt.
Feedbee® kann in Form von Trockenpulver, mit der Vermischung im Futterteig oder im Zuckersirup gefüttert werden.
- 1. Die Fütterung mit dem Trockenpulver kann aus Futterbehältern vor dem Bienenstock erfolgen, wenn es draußen warm genug ist, keinen Regen gibt, nicht windig ist, und der Bienenflug schon angefangen hat, und noch keine natürliche Blütenpollentracht gibt, oder die Menge und Qualität der Blütenpollen nicht gerecht ist. Der Futterbehälter soll bedeckt sein, sich auf einem sicheren Platz befinden. Man soll trotzdem auf den Abend-Tau und die negativen Wetterbedingung achten. Diese Fütterungsmethode ist dann empfohlen wenn es in der Flugbreite keine andere Imkerei gibt.
- 2. Die Vermischung des Pulvers ins Futterteigist besonders in der Vorfrühlingszeit empfohlen. Diese Methode kann bei kaltem, windigem, regnerischem oder bei anderen schlechten Wetterbedingungen auch erfolgen. Die Fütterung in Form von Futterteig gibt den starken und schwachen Volk die gleiche Chance an Bienennahrung zu gelangen.
Europäische Erfahrungen zeigten, dass nach dem kanadischen Originalrezept zubereiteter Futterteig nur schleppend von den Bienen verzerrt wurde. Die Ursache kann in den klimatischen Differenzen, Unterschiede in der verwendeten Fütterungstechnologie liegen.
Um den Futterteig noch schmackhafter für die Bienen in zu machen, muss der Zuckerzusatz erhöht werden. Wir empfehlen die folgenden, nach den europäischen Erfahrungen überarbeiteten Rezepte anzuwenden.
Empfohlene Mischverhältnis für den Futterteig:
1. Rezept: 1 kg Feedbee® mit 1 kg Staubzucker und 0.3 l Wasser vermischen. (Bei einem 20 kg Sack das Mischverhältnis ist 20 kg Feedbee® + 20 kg Staubzucker + 6 l Wasser)
2. Rezept: 0.8 kg Feedbee® mit 1.2 kg Staubzucker und 0.3 l Wasser vermischen. (Bei einem 20 kg Sack das Mischverhältnis ist 20 kg Feedbee® + 30 kg Staubzucker + 7.5 l Wasser)
Nützliche Informationen zur Futterteig Zubereitung
- Über Nacht zugedeckt lassen, dann ca. 0,5-1kg Teigplätzchen in Plastiktüten füllen, auf die Rähmchen im Bienenstock legen, an den vier Seiten ca. 2 cm breit das Plastik aufschneiden, so, dass die Bienen leicht an dem Futterteig gelangen können.
- Wenn die Winterschutzdeckung noch im Bienenstock ist, muss man dünne Leisten zwischen Rahmen und der Deckschicht legen, so dass die Bienen leicht ans Futter gelangen können.
- Die oben genannten Rezepte sind nur Beispiele. Das Rezept kann den Bedürfnissen der Bienen flexibel angepasst werden.
- Der Feedbee® - Zucker Verhältnis kann man nach Bedarf variieren. Die Feedbee® Menge darf die Zuckermenge nicht überschreiten, max. 50%, der Minium soll nicht unter 25% sein.
- Die Erfahrungen zeigten, dass der optimale Konsistenz mit 6,5 – 7 kg Trockensubstanz zu 1 Liter Wasser erreicht werden kann.
- Die Masse kann mit Wasser, Feedbee® oder Staubzucker Zusatz nachträglich weicher bzw. härter gemacht werden.
3. Die Fütterung in Form von Zuckersirup ist nur bei warmen Wetter empfohlen, aber es ist bei verschiedener Wetterlage einsetzbar. Der Vorteil dieser Methode ist, dass es eine eventuelle Beraubung ausschließt, weil die schwachen und starken Völker gleichmäßig ans Futter gelangen. Die angewandte Arbeitszeit ist auch kürzer.
Zubereitung des Sirups: Nach den Erfahrungen kann hier der kanadische Originalrezept gut verwendet werden. Troztdem, kann man auch beim Sirup der Zuckerzusatz variieren.
1. Rezept: 3 kg Zucker in 3 Liter Wasser lösen, zum Sirup 1 kg Feedbee® dazugeben.
2. Rezept: 8 kg Zucker in 4 Liter warmen Wasser lösen, zum Sirup 1 kg Feedbee® dazugeben. Über Nacht zugedeckt lassen, dann das Flüssigfutter in einen Futterbehälter schütten und auf die Rähmchen im Bienenstock legen.
Allgemeine Informationen
- Bei Fütterung mit Feedbee® müssen die Bienen auch andere Nahrungsquellen im Bienenstock haben (zB. Honig), vor allem wenn sie noch nicht täglich rausfliegen können.
- Vor dem ersten Frühlingsflug darf nur die Futterteig Methode angewandt werden.
- Der mit Feedbee® zubereiteter Futterteig darf nicht aufgekocht werden, Feedbee® darf nicht mit heißem Sirup, heißem Wasser vermischt werden, so dass die Proteine und Vitamine im Produkt nicht geschädigt werden.
- Wenn der mit Feedbee® zubereiteter Futterteig oder Zuckersirup gelagert wird, kann es wegen dem hohen Eiweisgehalt zur Gärung kommen.
- Frisch zubereiteter und gleich verwendeter Futterteig oder Sirup beginnt nicht zu gären, da die Bienen zu bis zum Beginn der Gärung den Teig bzw. Sirup schon verzerrt haben.
- Die Erfahrungen zeigten, der mit Staubzucker zubereiteter und in Plastiktüte gelagerter Futterteig nach erst ca. 4 Monate anfängt zu gären, der Sirup nach ca. 2-3 Wochen nach Zubereitung.
- Bei sehr schwachen Völkern, mit 1-2 Wabengassen ist die Feedbee® Fütterung nicht mehr empfohlen.
- Feedbee® muss kühl und trocken gelagert werden. Falls man den ganzen Sack nicht auf einmal aufbraucht, den Papiersack schliessen und vor Nässe geschützt lagern.
Wir wünschen Ihnen gesunde Bienenvölker und eine gute Honigernte!